LED LENSER H7R von Zweibrüder – Kopflampe im Test

 

Die inzwischen vierte LED LENSER – bin ich jetzt markenaffin? Ok, Messer gefallen mir, praktische Outdoorbekleidung auch, aber eines ist richtig praktisch und nützlich wenn es darauf ankommt: eine Leuchtquelle in der Nacht! Eines kann ich gleich am Anfang sagen, die LED LENSER H7R bringt in meinem kleinen Team an Taschenlampen am wenigsten Licht ins Dunkel. Schlimm? Auf keinen Fall, wer daneben eine „High End Discounter Funzel“ zum Vergleich nimmt, wird sehen, daß die Leistung der H7R für sich sehr gut ist. Nichts anderes hätte ich von LED LENSER erwartet.

Praktische Details, geringes Gewicht – Erleuchte mich H7R

LED LENSER H7R Kopflampe (1)Zuerst will ich noch die anderen LENSER-Mitglieder nennen: X7R, X14 und H14. Zwei Taschenlampen, zwei Kopflampen – eine gute Kombination! Neben dem größeren Bruder, der H14, gefällt das kleinere Modell mit einem deutlich geringeren Gewicht. Das sollte nicht unterschätzt werden, wenn es abends auf Tour zum Joggen oder mit dem Fahrrad heimwärts geht. Wo bei der H14 gleich vier AA-Akkus am Hinterkopf für die nötige Power sorgen, sind es bei der H7R nur drei AAA-Akkus (die kleinere Version wie in Fernbedienungen).

Bestellt und geliefert wurde die LED LENSER H7R für unseren Testbericht erneut von den Bergfreunden. Im Lieferumfang enthalten sind:

  • Die Kopflampe
  • 1 USB-Ladegerät für die Steckdose
  • 1 Verbindungskabel vom Ladegerät an die Lampe
  • 3 AAA NiMH Akkus
  • 1 kleine Tasche mit Schlaufe für den Gürtel

Als Highlights lassen sich bei der H7R klar der Lichtstrom von 200 Lumen nennen, sowie das Advanced Focus System. Auch finden sich an dieser Kopflampe (wie von LED LENSER gewohnt) vergoldete Kontakte, eine stufenlose Regulierung der Leuchtkraft und ein um 90 Grad schwenkbarer Lampenkopf. Das AFS (Advanced Focus System) ist sehr praktisch um den Fokus mittels kleinem Schieberegler zwischen einem Spot, oder einem breit ausleuchtenden Lichtkegel zu verändern. Das funktioniert gut und macht die H7R sehr universell. Eingeschaltet wird die Kopflampe, anders als die H14, vorn direkt am Lampenkopf. Der Taster lässt sich leider mit dicken Handschuhen sehr schlecht bedienen. Einfacher macht es einem der Hebel am Hinterkopf, über welchen der Lichtstrom bequem eingestellt wird.

Wiederaufladen direkt an der Steckdose

LED LENSER H7R Kopflampe (12)Ein weiteren Vorteil gegenüber der LED LENSER H14 verbucht die H7R durch ihre Ladefunktion. Einfach Stecker in die Steckdose, Stecker in die Ladebuchse, fertig. Den Ladevorgang zeigt die H7R durch eine grüne Kontroll-LED an. Ist der Ladevorgang noch aktiv blinkt diese, wurde der Ladevorgang abgeschlossen, leuchtet Sie durchgehend. Sind gerade keine passenden Akkus vorhanden, kann die Lampe auch mit normalen Batterien betrieben werden.

Noch kurz ein Hinweis: wie die H14, ist auch die H7R als günstigere H7 erhältlich, der Unterschied liegt nur in der Ladefunktionalität. Etwas verwirrend ist die Tatsache, daß im beigelegten Flyer die H7-Reihe mit maximal 170 Lumen angegeben wird, auf der Verpackung aber mit 200 Lumen geworben wird. Das sind dann wohl die +/- 15%, auf welche der Hersteller gleich noch hinweist 😉

Breiter Einsatzbereich macht die LED LENSER H7R vielseitig nutzbar

Kopflampen, bzw. eben Stirnlampen, sind einfach unerhört praktisch: das Licht kommt genau dort zum Einsatz wohin die Augen blicken, die Hände sind frei, Platz zum Verstauen ist nicht erforderlich. Persönlich genutzt wird die LED LENSER H7R bei 90% in der Dunkelheit im Wald. Zwei Hunde wollen überwacht werden, da taugt keine Kopflampe, die es gerade auf drei Meter Leuchtweite schafft, bis Umrisse nur noch erahnt werden können.

Die H7R macht ihren Job ausgezeichnet!

Der Lichtregler kann normal in der mittleren Stellung verbleiben, um die Akkus zu schonen. Die Steigerung zu voller Leistung würde ich mit einem Plus von 40% schätzen, es reicht. Vorteilhaft an dieser stufenlosen Einstellung ist, daß sich die Kopflampe auch sehr gut für den Nahbereich eignet, ohne von zu viel Licht geblendet zu werden.

Vergleich H7R, H14 und X7R

Das Wetter ließ mir leider keine Wahl, es lag ein ganz kleiner Hauch von Nebel in der Luft. Gut zu sehen, wie feinfühlig sich bei der H7R die Intensivität des Lichtes einstellen lässt. Für den Nahbereich beim lesen sehr praktisch, hier blendet die H14 bereits. Diese bietet dagegen einen größeren Weitwinkel (siehe rechter Baum) und mehr Licht. Auf den Fotos lässt sich das nicht 100% exakt erkennen, der Unterschied ist aber doch recht deutlich. Als Taschenlampe überbietet die X7R beide – aber eben nur als Taschenlampe.

LED LENSER H7R Testbericht Fazit

Exakt 133 g (inklusive Akkus) wiegt die H7R, das nächst größere Modell, die H14, bereits üppige 345 g. Sicherlich sollte sich sich das auch in einer höheren Lichtleistung wiederspiegeln – und das tut es auch. Um mal wieder die Zahl 90 ins Spiel zu bringen: ich behaupte einfach das für 90% der Käufer die Leistung der H7R mehr als ausreichen wird. Sie taugt dank dem geringen Gewicht für allerlei Outdoor-Aktivitäten, ist dazu mit der Ladefunktion ohne lästiges Gefummel schnell wieder aufgeladen.

Die Verarbeitung bewegt sich wie gehabt auf LED LENSER-Niveau, der Lampenkopf besteht nicht aus billigen Plastik, durch das Spiralkabel passt die Kopflampe großen wie auch kleinen Köpfen. Ein Haar in der Suppe sind für mich der unglücklich platzierte Ein-/Ausschalter und wenn wir schon beim nörgeln sind, das wenig geschmeidige AFS. Bei den Bergfreunden ist die Zweibrüder LED LENSER H7R aktuell nicht mehr im Onlineshop verfügbar, um die 50 Euro sind trotzdem gut angelegtes Geld.

Positiv Neutral Negativ
  • Gute Verarbeitung
  • Überzeugende Leistung
  • Sitzt gut, trotzdem nicht zu schwer
  • Ladefunktion
  • Das AFS lässt sich nicht wirklich geschmeidig bedienen, kleine Abriebspuren deuten auf eine unsaubere Passform des Mechanismus hin. Tut der Funktion keinen Abbruch, schön ist es nicht.
  • Der Ein-/Ausschalter ist ungünstig positioniert, mit dicken Handschuhen artet das in Gefummel aus. Besser gelöst wurde das bei der H14.
Literatur die nicht fehlen darf

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Über den Autor

Ich bin Markus, Betreiber dieses Blogs, Motorradfan, Comicfan und natürlich...Outdoorfan 【ツ】

 
 

2 Kommentare

  1. MarioHH sagt:

    Schöner Testbericht, danke! Ich besitze auch eine H7R und meine Erfahrungen decken sich soweit mit deinen. Auch bei meiner ist das AFS eher von der gröberen Sorte. Ansonsten ist es eine gute Lampe! Die 10 Euro Lidl Dinger hatte ich auch schon, grauenhaft und absolut kein Vergleich 😀

    Grüße aus Hamburg
    Mario

  2. Redaktion sagt:

    Danke für die Blumen 🙂 Nach über einer Woche im fast täglichen Gebrauch, ist das AFS immer noch wenig geschmeidig zu bedienen. Meistens erwischt man den Spot oder sein genaues Gegenteil, dazwischen ist nicht viel. Schade, bei der H14 lässt sich das mit einer Hand mühelos und exakt einstellen. Bei der H7R biegt sich der Lampenkopf permanent mit hoch, durch die mahlende Bedienung der Linse nicht eben das, was ich sonst von Zweibrüder gewöhnt bin.

    grüße Markus