Fahrradkauf – Worauf achten?

 

Wer auf der Suche nach einem neuen Fahrrad ist, hat meistens die Qual der Wahl. In den Fahrradgeschäften stehen zahlreiche Fahrradmodelle in unterschiedlichen Ausführungen und Größen. Deshalb ist es wichtig, sich vor dem Kauf eines neuen Fahrrads darüber Gedanken zu machen, für welchen Zweck das Fahrrad genutzt werden soll. Nicht alle Fahrradmodelle sind nämlich für jeden Einsatzzweck geeignet.

Die verschiedenen Fahrradtypen

Hollandrad

Die klassische Bauform, das Hollandrad. 1)

Die klassische Bauform, das Hollandrad. 1)

Das Hollandrad hat eine klassische Form, diese Fahrradform gibt es schon seit vielen Jahren. Der Fahrer sitzt relativ aufrecht. Die meisten Hollandräder sind mit einer Dreigangschaltung ausgestattet. Dies ist ein typisches Alltagsfahrrad. Es eignet sich für alle, die gelegentlich kurze Strecken mit dem Fahrrad fahren.

Für längere Strecken ist dieser Fahrradtyp eher ungeeignet, da die aufrechte Sitzposition schnell zur Ermüdung führt. Ein weiterer Nachteil dieser aufrechten Sitzposition ist, dass Fahrbahnunebenheiten direkt auf die Bandscheiben und auch auf die Halswirbel übertragen werden. Dies führt schnell zu Kopfschmerzen.

Trekkingrad

Universaltalent - Das Trekkingrad. 2)

Universaltalent – Das Trekkingrad. 2)

In der letzten Zeit erfreuen sich die Trekkingräder großer Beliebtheit. Diese Fahrräder sind sowohl alltagstauglich als auch für diverse Freizeitaktivitäten hervorragend geeignet. Aufgrund der robusten Verarbeitung und der etwas breiteren Reifen, kann mit diesen Fahrrädern auch abseits befestigter Straßen, wie beispielsweise auf Kieswegen im Wald, gefahren werden.

Trekkingfahrräder sind entweder mit einer Nabenschaltung oder mit einer Kettenschaltung ausgestattet. Bei den Nabenschaltungen stehen mittlerweile bis zu acht Gänge zur Verfügung. Trekkingfahrräder sind für alle Menschen geeignet, die häufig mit dem Fahrrad unterwegs sind. Der Anschaffungspreis liegt in der Regel etwas höher als der Preis eines Hollandrads, doch dafür bieten die Trekkingräder auch einen deutlich höheren Nutzwert. Viele Trekkingräder sind auch mit einer Federung der Gabel ausgestattet. Dadurch erhöht sich der Fahrkomfort deutlich.

Mountainbike

Dort wo es hingehört, abseits der Straße - Mountainbikes. 3)

Dort wo es hingehört, abseits der Straße – Mountainbikes. 3)

Eine sehr spezielle Form von Fahrrädern stellen die Mountainbikes dar. Diese Fahrräder haben einen stabilen Rahmen und sind mit einer breiten Bereifung ausgestattet. Die Reifen sind im Vergleich zu anderen Fahrradtypen sehr stark profiliert. Die Gangschaltungen haben bis zu 30 Gänge. Die Mountainbikes sind besonders gut für das Fahren im Gelände geeignet. Mit ihnen kann auch auf einen sehr weichen Untergrund problemlos gefahren werden. Es ist auch möglich, steile Hügel zu erklimmen.

Selbst im schwersten Gelände ist das Fahren mit einem Mountainbike (kurz „MTB“) möglich – Fitness vorausgesetzt. Zur Reduzierung des Gewichts sind die Mountainbikes aber häufig nicht mit einer Beleuchtungsanlage ausgestattet. In dem Fall dürfen sie nicht auf öffentlichen Straßen genutzt werden.

Rennrad

Für den Rennsport entwickelt - das Rennrad. 4)

Für den Rennsport entwickelt – das Rennrad. 4)

Für besonders sportliche Fahrradfahrer gibt es die Rennräder. Rennräder sind prädestiniert für den Radsport. Die Alltagstauglichkeit spielt dabei eher eine untergeordnete Rolle. Der Rahmen ist bei den Rennrädern extrem leicht. Die Reifen sind sehr schmal, damit sie einen möglichst kleinen Rollwiderstand haben. Das hat natürlich den Nachteil, dass Fahrbahnunebenheiten schlecht absorbiert werden. Liegen Steine oder andere Hindernisse im Weg besteht eine recht große Sturzgefahr.

Rennräder sind im Grunde genommen nur für Menschen geeignet, die intensiv Radsport betreiben. Wer dafür keine Ambitionen hat, sollte sich nach dem Kauf nicht über schmerze Nacken und Schultern beschweren. Der Pflegeaufwand ist zudem deutlich größer, der Markt für Laien nur schwer durchschaubar.

Pedelec / E-Bike

Entspannter radeln mit dem E-Bike. 5)

Entspannter radeln mit dem E-Bike. 5)

Seit kurzer Zeit gibt es die sogenannten E-Bikes, auch als Pedelec bekannt. Dabei handelt es sich um Fahrräder, die mit einem zusätzlichen Elektromotor ausgestattet sind. Der Motor unterstützt den Fahrer aber lediglich. Er läuft nur dann, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h schaltet der Motor ab. Aus diesem Grund ist zum Fahren eines Pedelecs auch keine Fahrerlaubnis erforderlich.

Die Akkus, die den Elektromotor mit Energie versorgen, können an jeder Steckdose mittels Ladegerät aufgeladen werden. Der Ladevorgang dauert je nach Modell etwa drei bis fünf Stunden. Mit einer Akkuladung können 25 bis 100 km zurückgelegt werden. Das ist vom jeweiligen Grad der Unterstützung des Fahrers abhängig.

E-Bikes sollten nicht mit Pedelecs verwechselt werden. Zum Fahren eines E-Bikes ist eine Mofaprüfbescheinigung erforderlich. Das liegt daran, dass die E-Bikes auch schneller als 25 km/h fahren können. Experten streiten sich zurzeit noch darum, ob E-Bikes noch zu den Fahrrädern oder schon zu den Elektromofas gehören.

Fazit zum Fahrradkauf

Beim Kauf eines Fahrrads sollte immer darauf geachtet werden, dass es auch zur jeweiligen Körpergröße des Fahrers passt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich jetzt um ein Hollandrad, ein Trekkingrad oder ein anderes Modell handelt. Wichtig ist, dass die Rahmenhöhe immer so gewählt wird, dass der Fahrer gerade noch mit den Zehenspitzen den Boden berührt, wenn er auf dem Sattel sitzt.

Beim Treten sollten die Beine bei der untersten Pedalstellung nicht komplett durchgestreckt sein. In der höchsten Pedalstellung dürfen die Oberschenkel um maximal 90 Grad angewinkelt sein. Der Lenker muss so eingestellt sein, dass der Fahrer immer leicht nach vorne gebeugt auf dem Fahrrad sitzt. Der Rest entscheidet sich aus dem angestrebten Einsatzzweck.

Wenig falsch macht der Großteil bei Trekkingrädern. Diese taugen für den Feldweg, die Abkürzung durch den Wald (in Maßen) und punkten gleichzeitig mit Komfort auf der Straße. Das Angebot ist groß, wer schon weiß nach was er sucht kann selbst bei Discountern wie Lidl (hier gibt es aktuelle Angebote) inzwischen günstige Trekkingfahrräder finden. Die Beratung vom Fachhändler gibt es dort nicht, unser Tipp zum Radkauf: ein kompetenter Händler in der Nähe berät nicht nur, die jeweiligen Modellen können auch fast immer gleich vor Ort zur Probe gefahren werden. Allen Radfans empfiehlt sich auch heute noch der Gang zum Profi. Trotz zahlreicher Tipps im Internet, sitzt und fährt es sich vor Ort am besten – die Beratung gibt es dazu auch inklusive.

Bildnachweis: 1) huubvanhughten / www.hollandfiets.de, 2) mmechtley / flickr.com, 3) Val Gardena – Gröden Marketing ((c) Diego Moroder – dimo-design.it) / flickr.com, 4) mcvickerphotog / flickr.com, 5) nikolaj.kuebler / flickr.com

Literatur die nicht fehlen darf

DMAX Survival-Guide für echte Kerle: Das ultimative Outdoor-Handbuch von Joe Vogel

Preis: EUR 19,95

3.9 von 5 Sternen (34 Bewertungen)

71 gebraucht & neu erhältlich ab EUR 10,95

Das grosse Buch der Überlebenstechniken

Preis: EUR 9,95

4.2 von 5 Sternen (212 Bewertungen)

37 gebraucht & neu erhältlich ab EUR 9,82

Draußen (über)leben

Preis: EUR 19,90

4.4 von 5 Sternen (78 Bewertungen)

47 gebraucht & neu erhältlich ab EUR 5,96

Dutch Oven: Kochen über offenem Feuer

Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen (150 Bewertungen)

55 gebraucht & neu erhältlich ab EUR 15,89

 

Schlagworte

, ,

Ähnliche Artikel

Über den Autor